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Palmölfreie Tenside
Lieferkette

Warum Palmöl die Tensidchemie dominiert, was das kostet und wie europäische Rohstoffe es ohne Leistungsverlust ersetzen.

Palmkernöl ist das unsichtbare Rückgrat der Tensidindustrie: günstig, ertragsstark und reich an jenen C12- bis C14-Ketten, von denen Waschkraft abhängt. Es bringt aber auch Entwaldungsrisiken, Zertifizierungskosten, regulatorische Prüfung durch die EU-Entwaldungsverordnung und eine Lieferkette um den halben Globus mit sich. Palmölfrei ist längst keine ethische Vorliebe mehr, sondern Beschaffungsstrategie.

PureSurf-Rohstoff
Erneuerbare europäische Nebenströme
Palmölanteil
Keiner, auch keine Palmkernderivate
Nahrungsmittelkonkurrenz
Keine
Leistung
CMC 80,7 ppm, bis zu 10× niedriger als Referenz

Warum die Branche bei Palmöl gelandet ist

Tensidschwänze brauchen eine bestimmte Kettenlänge, um gut zu funktionieren. Palmkern- und Kokosöl liefern genau diesen Bereich in industriellem Maßstab und zu niedrigen Kosten. Deshalb wurde Laurylchemie zum Standard in Geschirrspül-, Wasch- und Körperpflegemitteln.

Die Folge ist ein Klumpenrisiko. Ein Rezepturportfolio auf Laurylbasis erbt Preisverhalten, Geografie und Reputationsprofil einer einzigen tropischen Kulturpflanze.

Was Palmölabhängigkeit tatsächlich kostet

Die direkten Kosten zeigen sich in Zertifizierungs- und Rückverfolgbarkeitsprogrammen. Die indirekten Kosten lassen sich schwerer budgetieren: Sorgfaltspflichten nach der EU-Entwaldungsverordnung, Bewertungsraster des Handels, Markenrisiko und volatile Frachten über weite Strecken.

  • Sorgfaltspflichten und Geodatennachweise für importierte Derivate.
  • Zertifizierungsaufschläge und Auditaufwand für segregierte Ware.
  • Lange Logistikketten, die Fracht- und Währungsschwankungen verstärken.
  • Angreifbare Verbraucherversprechen im Wettbewerb.

Die europäische Rohstoffalternative

PureSurf baut seine Moleküle auf der PureSynth-Plattform aus erneuerbaren europäischen Bausteinen. Der Rohstoff steht nicht in Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion und benötigt keine tropische Landwirtschaft, sodass die Lieferkette in jenem Rechtsraum bleibt, in dem der Kunde ohnehin arbeitet.

Entscheidend ist: Diese Substitution ist kein Kompromiss. NEXOVANT erreicht eine CMC von 80,7 ppm, bis zu 10× niedriger als Referenz-Aminoxide, bei bis zu 8× niedrigerer Grenzflächenspannung. Die palmölfreie Option ist damit zugleich die dosisärmere.

Eine Rezeptur auf palmölfrei umstellen

Die meisten Umstellungen beginnen mit einer volumenstarken Position statt mit dem gesamten Portfolio. Ersetzen Sie das bisherige Aminoxid bei gleichem Aktivgehalt, prüfen Sie Schaum, Viskosität und Stabilität und testen Sie anschließend eine reduzierte Dosis, um den CMC-Vorteil zu nutzen.

Da NEXOVANT nach OECD 301F (GLP) leicht biologisch abbaubar ist und im Typ F Pro eine 14× sowie im Typ F Eco eine 57× geringere Gewässertoxizität zeigt (EC50, Aliivibrio fischeri, ISO 11348-3:2007, 30 min, GLP), verbessert sich meist zugleich das Umweltprofil des Endprodukts.

Häufige Fragen

Reicht RSPO-zertifiziertes Palmöl aus?

Zertifizierung senkt das Risiko, beseitigt aber weder die Abhängigkeit noch die Auditkosten oder die lange Lieferkette. Ein europäischer Rohstoff nimmt die Exposition vollständig heraus.

Bedeutet palmölfrei schwächere Reinigungsleistung?

Nein. NEXOVANT erreicht eine CMC von 80,7 ppm, bis zu 10× niedriger als Referenz-Aminoxide, was meist eine gleiche oder geringere Dosis für dasselbe Ergebnis erlaubt.

Konkurrieren PureSurf-Rohstoffe mit Nahrungsmitteln?

Nein. Die Plattform basiert auf erneuerbaren europäischen Nebenströmen statt auf Nahrungspflanzen.

Palmölfreie Substitution planen

Beginnen Sie mit einer Position, einem Muster und einem kurzen Dosisreduktionsversuch.

Unterstützt von

  • Supported by European Innovation Council
  • Supported by European Research Council
  • aws Austria Wirtschaftsservice
  • Research partner University of Graz
  • Research partner University of Groningen
  • Research partner TU Graz
  • Research partner Medical University of Graz
  • Supported by Creative Destruction Lab
  • Supported by chemstars.nrw
  • Supported by IECT Hermann Hauser
  • Supported by Startup-uni.at
  • Supported by BMK, Austrian Federal Ministry for Climate Action
  • Supported by Science Park Graz
Supported by European Innovation Councilaws Austria Wirtschaftsservice

Spin-off aus einem EIC Transition Projekt (Fördervereinbarung #101058142). Die geäußerten Ansichten sind ausschließlich jene der Autor:innen und spiegeln nicht notwendigerweise jene der Europäischen Union oder des European Innovation Council wider. Die PureSurf FlexCo hat zudem aws PreSeed Förderung vom BMIMI erhalten.