Aminoxide gehören zu den nützlichsten nichtionischen Tensiden der Reinigungschemie: starke Fettlösung, üppiger Schaum, sehr gute Hautverträglichkeit und verlässliches Verhalten als Co-Tensid. Das Problem war nie die Molekülklasse, sondern ihre Herkunft. Nahezu alle heute kommerziellen Aminoxide gehen auf petrochemische oder palmölbasierte Fettalkohole zurück. PureSurf baut dieselbe Funktionsklasse aus erneuerbaren europäischen Nebenströmen.
- Klasse
- Nichtionisches Aminoxid
- CMC
- 80,7 ppm
- Gewässertoxizität
- 14× geringer (F Pro), 57× geringer (F Eco)
- Abbaubarkeit
- Leicht abbaubar, OECD 301F (GLP)
Was ein Aminoxid chemisch ausmacht
Ein Aminoxid trägt eine zum N-Oxid oxidierte tertiäre Aminkopfgruppe an einer langen Alkylkette. Die N-Oxid-Bindung ist stark polar, ohne eine dauerhafte Ladung zu tragen. Deshalb verhalten sich Aminoxide bei neutralem pH-Wert nichtionisch und gewinnen im Sauren kationischen Charakter.
Dieses pH-abhängige Verhalten macht sie außergewöhnlich vielseitig. Im neutralen Handgeschirrspülmittel verstärken sie Schaum und Fettlösung, im sauren Sanitärreiniger verbessern sie die Haftung an senkrechten Flächen.
Die biobasierte Syntheseroute
PureSurf stellt Aminoxide auf der PureSynth-Plattform her und wandelt erneuerbare europäische Bausteine in einem katalytischen, lösemittelarmen Verfahren in Tensidaktivsubstanzen um. Die Rohstoffbasis ist bewusst palmölfrei und steht nicht in Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion.
Da das resultierende Molekül funktional gleichwertig zu etablierten Aminoxiden ist, passt es ohne Neuentwicklung in bestehende Rezepturen: gleiche Handhabung, gleiches Verträglichkeitsprofil, gleiche Rolle in der Formulierung.
- Erneuerbare europäische Rohstoffe, kein Palmöl, keine fossile Alkylkette.
- Katalytisches Verfahren, skaliert von Labormengen auf 50 kg pro Charge.
- Mehr als 175 neue Verbindungen wurden gescreent, um die kommerziellen Typen auszuwählen.
- Geschützt durch 4 Patentfamilien in mehr als 8 Jurisdiktionen, FTO-geprüft.
Leistungs- und Sicherheitsdaten
Die kommerziellen Typen sind NEXOVANT F Pro und NEXOVANT F Eco. Beide wurden unter GLP-Bedingungen gegen konventionelle Aminoxid-Referenzen charakterisiert.
| CMC | 80,7 ppm, bis zu 10× niedriger als Referenz-Aminoxide |
|---|---|
| Grenzflächenspannung | Bis zu 8× niedriger als Referenztenside |
| Gewässertoxizität, F Pro | 14× geringer (EC50, Aliivibrio fischeri, ISO 11348-3:2007, 30 min, GLP) |
| Gewässertoxizität, F Eco | 57× geringer (EC50, Aliivibrio fischeri, ISO 11348-3:2007, 30 min, GLP) |
| Algentoxizität | Bis zu 96 % geringer (GLP) |
| Abbaubarkeit | Leicht biologisch abbaubar, OECD 301F (GLP) |
| Mutagenität | Bestätigt nicht mutagen, OECD 471 (GLP) |
| Hautkorrosion | Nicht hautkorrosiv, OECD 431 (GLP) |
| Einstufung | Aquatic Cat. 2 (GLP) |
Einsatz als Drop-in
Ein Drop-in-Versprechen zählt erst, wenn es die reale Rezeptur übersteht. In der Praxis gleichen Teams zunächst den Aktivgehalt des bisherigen Aminoxids an und fahren dann eine Dosisreihe nach unten, weil die niedrigere CMC meist eine kleinere Einsatzmenge erlaubt.
Stabilität, Viskositätsverhalten und Schaumprofil sollten nach jeder Dosisänderung erneut geprüft werden, besonders in elektrolytreichen oder stark alkalischen Systemen. PureSurf liefert technische Datenblätter und begleitet Evaluierungsversuche direkt mit dem Formulierungsteam.
Häufige Fragen
Ersetzt ein biobasiertes Aminoxid ein fossiles eins zu eins?
Funktional ja. NEXOVANT ist als Drop-in für bestehende Aminoxid-Positionen ausgelegt. Da die CMC niedriger liegt, lässt sich die Dosis nach einem kurzen Optimierungsversuch meist zusätzlich senken.
Ist NEXOVANT palmölfrei?
Ja. Die Rohstoffbasis besteht aus erneuerbarem europäischem Material und enthält weder Palmöl noch Palmkernderivate.
Welche Toxizitätsverbesserung ist belegt?
NEXOVANT F Pro zeigt eine 14× und NEXOVANT F Eco eine 57× geringere Gewässertoxizität als konventionelle Aminoxid-Referenzen (EC50, Aliivibrio fischeri, ISO 11348-3:2007, 30 min, GLP).















